Ist der deutsche Mittelstand ein digitales Entwicklungsland?

Ist Deutschland wirklich ein digitales Entwicklungsland? In fast allen Foren erscheint immer wieder die Frage, ob der deutsche Mittelstand die Digitalisierung verschläft. Wenn man die Innovationsdefinition von Clayton Christensen heranzieht (das war quasi der Erfinder der disruptiven Innovation) dann würde ich Deutschland nicht soo sehr als digitales Entwicklungsland sehen.

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Ich spreche immer nur vom typischen Dynamics NAV Kunden, also dem Mittelstand bis so 1000 Mitarbeiter.Die Innovation der Prozesse hinsichtlich Automatisierung und Effizienz ist ganz gut. Ebenso die Innovationskraft bei der Weiterentwicklung der eigenen Produkte finde ich noch immer sehr stark.Wo der typische Mittelstand immer noch Berührungsängste hat, sind so „Phänomene“ wie Cloud Services oder datengetriebene Entscheidungsfindungen. Wenn Sie diesen Punkt beleuchten, hat Deutschland tatsächlich beträchtliches Aufholpotential.Die Unternehmen sind noch profitabel genug, sodass diese Technologien nur zögerlich in Betracht gezogen werden. Wobei ich bei Gesprächspartner mit IT-Verantwortung wie IT-Leiter oder CIOs hier eine sehr realisitische Sicht der Dinge merke.Die würden sehr gerne (habe ich den Eindruck) die Technologien sowohl für Kostensenkung als auch für die Geschäftsentwicklung einsetzen. Stoßen aber häufig auf das Unverständnis oder taube Ohren im Top – Managements.

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Der Leidensdruck, sich mit „dieser Sache Digitalisierung“ stärker zu beschäftigen, ist noch nicht hoch genug. Das hier Gamechange bereits an neuen, digitalen Geschäftskonzepten feilen, ist noch nicht ausreichend sichtbar bei den Top – Entscheidern. In diesem Punkt gebe ich Ihnen sehr recht: hier ist Deutschland ein digitales Niemandsland. Auch wenn viele die Start-up Szene herbeireden möchten, die es schon richten wird. Solange die Rahmenbedingungen nicht stimmen – und die beginnen bei mir einfach nur bei der Breitbandanbindung in jedem Winkel des Landes – wird sich auch nicht soo toll was dran ändern.Die „Mia san mia“ – Mentalität könnte sich tatsächlich noch bitter rächen. Hier wäre ein digitales Big Picture schon ein guter Anfang, um sich in die richtige Richtung zu bewegen.Aus meiner Sicht ist die Zeit sich digital zu wandeln für die allermeisten Branchen noch gegeben. Wie wohl wir allesamt keine Zeit verschwenden sollten.

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Der deutsche Mittelstand hat eine gute Ausgangsposition, mit Hilfe der Digitalisierung die eigene Wettbewerbs-fähigkeit noch weiter zu stärken. Unternehmen mit einer „Mia san mia“ – Einstellung werden sich aber eher in Richtung digitales Entwicklungsland entwickeln.

Autor: Ernst J. Dennstedt MBA

(c) by DEEynamics | Ernst J. Dennstedt MBA | Dynamics NAV Berater | Geschäftsführender Gesellschafter SOCITAS GmbH | Erfahrungen in Auswahl und Einführung des ERP Systems Microsoft Dynamics NAV seit 1999 | gestartet als Teilprojektleiter bei der Einführung von Navision 2.6 als Mitarbeiter der Kapsch AG in Wien

5 Gedanken zu „Ist der deutsche Mittelstand ein digitales Entwicklungsland?“

  1. zitiert aus dem manager magazin, Beitrag: Was McKinsey am deutschen Mittelstand vermisst
    http://www.manager-magazin.de/unternehmen/artikel/digitalisierung-industrie-4-0-sorgt-laut-mckinsey-studie-fuer-wachstum-a-1163125.html

    Digitalisierung als Wachstumstreiber: Das deutsche Wirtschaftswachstum könnte pro Jahr um 0,3 Prozent höher ausfallen, wenn die kleinen und mittleren Unternehmen in Deutschland konsequent auf die Chancen der Digitalisierung setzen und entsprechende Projekte vorantreiben würden, schätzt die Unternehmensberatung McKinsey. Trotz dieses Potenzials ist in vielen Betrieben noch Zurückhaltung spürbar: Nur jeder zweite Mittelständler wertet Digitalisierung aktuell als Chance, wie aus der McKinsey-Studie „Die Digitalisierung des deutschen Mittelstands“ hervorgeht.

  2. CLAYTON CHRISTENSEN (Interview von HAUFE, 7.12.2016)
    Disruptive Innovation – viele haben das Konzept falsch verstanden.

    „Disruptiv“ und „Innovation“: Die beiden Begriffe werden oft im gleichen Atemzug genannt. Hardvard-Professor Clayton Christensen gilt als Erfinder der Theorie der disruptiven Innovation. Doch diese werde oft missverstanden, kritisiert Christensen im Interview auf dem Global Drucker Forum in Wien. / 2016

    Link zum Artikel von HAUFE: https://www.haufe.de/personal/hr-management/innovationsmanagement-christensen-ueber-disruptive-innovation_80_388494.html

  3. zitiert aus dem Artikel „Mittelstand euphorisch, aber auch wachsende Sorgen“, publiziert in der Wirtschaftswoche vom 13.Septemer 2017

    „Besorgniserregend“ sei, dass nur 35 Prozent die Digitalisierung als Chance sehen. „Dem deutschen Mittelstand geht es gut, aber die Digitalisierung lässt keine Zeit zum Ausruhen“, mahnt Martin Eisenhut von A.T. Kearney. Der Megatrend sei im Mittelstand zwar angekommen. „Wissen und Handeln liegen jedoch noch ein gutes Stück auseinander.“

    Link zum kompletten Artikel:
    http://www.xing-news.com/reader/news/articles/927511?cce=em5e0cbb4d.%3AwzaiKaz4heWepKjrGzHOAJ&link_position=digest&newsletter_id=26180&toolbar=true&xng_share_origin=email

  4. sehr lesenswerter Artikel von Christian Rätsch, veröffentlicht am 18.September 2017
    MACHT „MADE IN GERMANY“ BEI DIGITALISIERUNG HALT?
    https://www.linkedin.com/pulse/macht-made-germany-bei-digitalisierung-halt-christian-r%C3%A4tsch/?trk=eml-email_feed_ecosystem_digest_01-recommended_articles-5-Unknown&midToken=AQGK7uTOMhmd5w&fromEmail=fromEmail&ut=0r-pCdfLLqZTU1

    Auszug aus dem Artikel:
    Die breite Mitarbeiterschaft ist strukturell in die Veränderung einzubeziehen. Dabei spielt die Dramatik der Veränderung eine erhebliche Rolle, da diese viele überrennt und überfordert. Wenn Routinen in Frage stehen, herrschen Unsicherheit und Ablehnung. Daher müssen die jüngsten Belege erfolgreicher Zusammenarbeit Berücksichtigung finden: Menschen müssen sich sicher fühlen, um die Veränderung anzunehmen und zur eigenen Sache zu machen. Denn gerade die „Digitalisierung“ ist nicht Sache des Chefs, sondern geht uns alle an.

  5. Artikel in der Computerwelt vom 21.9.2017 | Klaus Lorbeer/pi
    http://www.computerwelt.at/news/detail/artikel/122237-studie-der-tu-wien-wiener-wissensdienstleister-treiben-digitalisierung-voran/?utm_source=daily&utm_medium=newsletter&utm_campaign=newsletter%2Bdaily

    Laut einer Studie der TU Wien verorten sich rund 25% der befragten Unternehmen in der 4. und höchsten Stufe der Digitalisierung.

    Vier Stufen der Digitalisierung
    Im Rahmen der Studie wurden auch vier Stufen der Digitalisierung definiert.

    Stufe 1 entspricht dabei der Nutzung von E-Mails und dem Betrieb einer Unternehmenshomepage.

    Stufe 2 bedeutet, dass ein Bewusstsein für Digitalisierung vorhanden ist, dass es keine Papierablage mehr gibt und dass alle Betriebsabläufe digital verwaltet werden.

    In Stufe 3 ist eine klare Strategie zur Digitalisierung definiert, die Geschäftsprozesse sind vollständig digitalisiert, die IT-Infrastruktur ist modernisiert und die Kundenabwicklung läuft weitgehend über Online-Plattformen.

    Unternehmen in Stufe 4 haben die Digitalisierung als Strategiethema und digitale Leistungen als Haupteinnahmequelle. Sie nutzen Big Data und ersetzen Routinearbeiten im Unternehmen durch Computer. Kundenkontakt und Kundenbetreuung erfolgen im virtuellen Raum.

    Hier geht es weiter zum kompletten Artikel in der Computerwelt vom 21.9.2017
    Klaus Lorbeer/pi
    http://www.computerwelt.at/news/detail/artikel/122237-studie-der-tu-wien-wiener-wissensdienstleister-treiben-digitalisierung-voran/?utm_source=daily&utm_medium=newsletter&utm_campaign=newsletter%2Bdaily

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